Mineral-Tee
15Jun09
Bei der letzten Durchreise durch Bad Luhačovice deckte ich mich mit acht Litern des dortigen Mineralwassers ein, und zwar aus den m. E. bekömmlichsten Quellen Ottovka und Dr. Šťastného. Diesen Vorrat behandle ich derzeit wie einen Chemie-Experimentierkasten, wobei ich schnell feststellen konnte, daß dies Wasser sehr eigen ist und sich kaum verarbeiten oder kombinieren läßt. Ein erster Versuch, damit exzellenten Darjeeling aufzubrühen, schlug gnadenlos fehl, was keineswegs an der Qualität des verwendeten Tees gelegen haben kann; bei diesem handelte es sich nämlich um erstklassigen 2008er First Flush meines bevorzugten Importeurs, dessen geschmackliche Qualitäten ich durch das Mineralwasser bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt habe. Vor diesem Hintergrund kann man also, wer hätte es geglaubt, selbst das ordinäre, kalkdurchsetzte Olmützer Leitungswasser zum Teekochen eher empfehlen als ein anderweitig begehrtes Naturprodukt.
Update: Zum Tee taugt das Wasser nichts, aber Nudeln lassen sich damit bestens zubereiten, sie übernehmen sogar etwas vom Luhačover Geschmack, der hervorragend zu Olivenöl paßt.
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