Posts Tagged ‘Geschmack’
Wenn die Lust dem Urteil vorherginge, wäre sie nichts weiter als eine Sinnesempfindung und hätte höchstens Privatgültigkeit. Die Mitteilungsfähigkeit des Gemütszustandes beim Urteil also verursacht die Lust am Gegenstand, nicht umgekehrt. Atqui nur Erkenntnis kann, weil sie objektiv ist, allgemein mitgeteilt werden. Wenn nun der ,,Bestimmungsgrund des Urteils„ über die Mitteilbarkeit subjektiv [...]
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§§ 1-5: Erstes Moment des Geschmacksurteils, der Qualität nach
Geschmack ist das Beurteilungsvermögen eines Gegenstandes oder einer Vorstellungsart durch ein Wohlgefallen oder Mißfallen ohne alles Interesse. Der Gegenstand eines solchen Wohlgefallens heißt schön.
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Das Geschmacksurteil ist kein Erkenntnisurteil, weil darin der Verstand die Vorstellung nicht auf ein Objekt, sondern die Einbildungskraft sie auf das Subjekt respektive das Gefühl der Lust und Unlust (Lebensgefühl) dieses Subjekts bezieht. Das Geschmacksurteil ist ferner nicht logisch, sondern ästhetisch, i. e. rein subjektiv.
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