Posts Tagged ‘Teleologie’

In der Ersten Einleitung in die Kritik der Urteilskraft, also jenem auf dem halben Weg zur Vervollständigung der KdU abgefaßten Text, findet sich die Gemüthslehre des Werkes bereits voll entwickelt vor. In § 3 verknüpft Kant das Erkenntnisvermögen Urteilskraft mit dem Gefühl der Lust und Unlust auf dieselbe Weise wie später im vollständigen Werk. [...]


1788 veröffentlichte Kant eine Replik auf zwei Rezensionen seiner 1785 veröffentlichten Schrift „Bestimmung des Begriffs einer Menschenrace“, durch die er zum Wegbereiter des gelehrten Rassismus des 19. Jahrhundert aufsteigen sollte. (Die Details sind bekannt und sollen an dieser Stelle nicht neu aufgerollt werden.) Die Erwiderung, unter dem Titel „Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien in [...]


Zu den Tatsachen, die man bei der Lektüre der Kritik der Urteilskraft zunächst einmal schlucken muß, zählt die offensichtliche Revision der drei obersten Vermögen des Gemüts, die gemeinsam das konstituieren, was auf neuhochmodern „Geist“ gerufen würde. Zum unmittelbaren Verständnis des Werkes tragen Spekulationen darüber, was Kant damit wohl bezweckt haben will, ohnehin nicht bei, [...]


Der heutige Ausflug führte mich eigentlich in das Tesco, allerdings mit einem bewußten Abstecher zu Fort Nr. 13; bevor ich darauf zu sprechen kommen kann, sind zwei Anmerkungen zum gegenwärtig erreichten Verfallszustand des Zeitgeistes erforderlich.
Monopol?
Konkurrenz zerlegt das Geschäft
Das Olmützer Tesco bot ein ungewohntes Bild: anstatt, wie ich es von Brünn und Prag gewohnt war, eines [...]


Zweck impliziert Interesse. Geschmacksurteile sind frei von Interesse. Ergo sind Geschmacksurteile frei von — subjektivem wie objektivem — Zweck. Begriffe von der Möglichkeit des beurteilten Gegenstandes kennt das Geschmacksurteil nicht. Bestimmung eines Gegenstandes durch die Vorstellungskräfte ist mit einer verallgemeinernden Lust verbunden. Weder das Angenehme noch das Gute können also dem Geschmacksurteil [...]